GET together: Eine Handyhalterung aus dem 3D-Drucker

Freitag, 22. Oktober 2021
Vom Namensschild bis zur Handyhalterung: Beim Mädchen-Ferienprojekt „GET together“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lernten Schülerinnen, wie sie am Computer Dinge konstruieren und daraus dann ein Modell aus Styropor oder PLA (Polyactid) fertigen können.
Ferienprojekt GET together: Eine Schülerin designt am Computer. Foto: Gesche Neusel
Ferienprojekt GET together: Eine Schülerin designt am Computer. Foto: Gesche Neusel
Ferienprojekt GET together: Mia und Zoey malen ihre Namensschilder an. Foto: Daniela Greulich
Ferienprojekt GET together: Mia und Zoey malen ihre Namensschilder an. Foto: Daniela Greulich
Ferienprojekt GET together: Die fertigen Objekte aus dem 3D-Drucker. Foto: Gesche Neusel
Ferienprojekt GET together: Die fertigen Objekte aus dem 3D-Drucker. Foto: Gesche Neusel

Nur noch etwas Farbe fehlt. Mia und Zoey tunken den Pinsel in die schwarze Farbe und bemalen fröhlich ihre Namensschilder aus Styropor. Diese haben die beiden Zehnjährigen zuvor am Computer selbst kreativ gestaltet und dann mit der Schmelzschneidemaschine ausgeschnitten. Andere Mädchen sitzen an diesem Herbstferientag vor dem 3D-Drucker, um eine selbst designte Handyhalterung zu fertigen. In dem Ferienprojekt „GET together“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg geht es darum, dass Mädchen Selbstbewusstsein im Bereich Technik entwickeln sollen – diesmal stand der viertägige Workshop unter dem Titel „CAD – Kreatives Produktdesign“. „Wir verbinden hier Technik mit etwas Künstlerischem, um den Schülerinnen einen leichten Zugang zum Thema zu schaffen“, sagt Gesche Neusel von der Gleichstellungsstelle, die das Projekt leitet.

Ganz spielerisch kreierten die neun Fünf- bis Siebtklässlerinnen in dieser zweiten Ferienwoche also am Rechner Gegenstände und konnten dabei ihrer Phantasie freien Lauf lassen, selbst ein Skelett war dabei. CAD bedeutet „Computer Aided Design“, also „rechnerunterstütztes Konstruieren“. Was sich die Schülerinnen am Computer ausdachten, hielten sie dann wenig später in den Händen. In der ersten Ferienwoche hatten sich schon ältere Schülerinnen an derselben Technik ausprobiert. „Die Kurse sind offen für alle, nicht nur für die Kinder von Hochschulmitarbeitern“, sagt Neusel.

Und vor allem machen sie den Kindern Freude. „Es macht Spaß, Sachen zu designen“, findet die zwölfjährige Katharina, und ist sich da mit der gleichaltrigen Mette einig. Zoey mag sich gar nicht entscheiden, was ihr am besten gefallen hat. „Alles“, sagt sie nur.